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	<title>Gregorianik auf Usedom</title>
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	<description>Singen und Beten in der Tradition christlicher Klöster</description>
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		<title>Jahresbrief 2011/12</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 21:11:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Ebener</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jahresbriefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Greifswald, den 23. Oktober 2011 Liebe Freundinnen und Freunde unserer Gregorianik-Angebote, liebe Interessierte, &#8220;Himmlischer Glanz“ &#8211; Raffael, Dürer und Grünewald malen die Madonna. Diese beachtliche Sonderausstellung der Vatikanischen Museen u. d. Gemäldegalerie Alter Meister in Dresden, noch bis 8. Jan. &#8230; <a class="more-link" href="http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/10/jahresbrief-201112/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Greifswald, den 23. Oktober 2011</p>
<p style="text-align: left;">Liebe Freundinnen und Freunde unserer Gregorianik-Angebote, liebe Interessierte,</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><a href="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/Sternendecke-2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-161" title="Sternendecke 2" src="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/Sternendecke-2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>&#8220;Himmlischer Glanz“</strong> &#8211; Raffael, Dürer und Grünewald malen die Madonna. Diese beachtliche <a href="http://www.skd.museum/de/sonderausstellungen/himmlischer-glanz/index.html">Sonderausstellung der Vatikanischen Museen</a> u. d. Gemäldegalerie Alter Meister in Dresden, noch bis 8. Jan. 2012 dort zu erleben, inspirierte uns dazu, dem <strong>10. Alpirsbacher Advent</strong> unter der immer wieder beeindruckenden <strong>Sternendecke</strong> der <a href="http://www.kirche-benz.de/index.php?id=46">Benzer Petri-Kirche</a> auch diesem Thema zu widmen. Neben schönen Buchholzschen Gesängen beschäftigen wir uns also mit zauberhaften <strong>Mutter-Jesu-Darstellungen in der Renaissance</strong>, wobei die Studienleiterin in vielfacher Weise auf die Ausstellung eingehen, jedoch auch andere Darstellungen einbeziehen wird.</p>
<p align="JUSTIFY">Leitung: Heike Alex, Religionspädagogin, Zeven / Gertshagen<br />
Mitarbeit: Ali Beck, Rosenberg<br />
Termin: 25.-27. November (Freitag 16 bis Sonntag 12 Uhr)<br />
Normalkostenbeitrag: 70 €, Ermäßigung ggf. auf Rückfrage.<br />
Herzliche Einladung also zu einem bereichernden Start in die weihnachtliche Festzeit!</p>
<p align="JUSTIFY">Vor weiteren Ausblicken hier jedoch zunächst ein Rückblick.</p>
<p align="JUSTIFY">Die neue Benzer Pfarrerin A. Möller-Titel stellte sich uns im Rahmen des 9. <strong>„Alpirsbacher Advent“</strong> mit einem Studium zum Psalm 24 vor. Die Versorgung übernahm mit viel Umsicht und Warmherzigkeit Frau Warré aus Benz. Wir fühlten uns trotz des personellen Wechsels im Benzer Pfarrhaus u. in der Versorgung sehr wohl sowie gewohnt willkommen.</p>
<p align="JUSTIFY">Das <strong>Invokavitwochenende</strong> fand mit starker Resonanz – und unter den wuchtig-dramatischen Eindrücken der Japanereignisse &#8211; erstmals in Berlin statt. Die uns einladende Gemeindegruppe stemmte die Organisation weitgehend allein, was eine große Hilfe war. Herzlichen Dank! Die „gute Gernröder Seele“ Lieselotte Heine nahm ebenso teil wie der Gernröder Präses Wolfgang Irrlitz. Auch Altpräses Reinhard Winkelmann bereicherte unseren Konvent für einen Tag. Als Studienleiter, Homiliator und Prediger lernten wir Dr. Lorenz Wilkens kennen, der mit theolog. Prägnanz wie ausserordentlichem Kommunikationsvermögen das Studium zum Thema „Lebenslust &amp; Leidenschaft – Die Macht der Gerechtigkeit“ zentrierte. Homilie und Predigt sind auf unserer Internetseite dokumentiert.</p>
<p align="JUSTIFY"><a href="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/Lehnin-2006-Klosterbesichtigung.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-517" title="Lehnin 2006 Klosterbesichtigung" src="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/Lehnin-2006-Klosterbesichtigung-300x205.jpg" alt="" width="300" height="205" /></a>Die traditionelle <strong>Fastenwoche zur Passion</strong> fand wie gewohnt im Kloster Lehnin statt. Altoberin Sr. Ruth Sommermeyer stellte uns dabei anlässlich des diesjährigen 100. dortigen Gründungsjubiläums des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luise-Henrietten-Stift">Luise-Henrietten-Stiftes</a> ihre inzw. zur Veröffentlichung gebrachten Forschungen zur Stiftsgeschichte vor und wusste natürlich auch aus eigenem Erleben viel Spannendes, Bedrückendes, Hoffnungsvolles aus etlichen der letzten Jahrzehnte Klostergeschichte zu erzählen. Manchmal stockte uns der Atem, beispielsweise als wir erfuhren, an welch seidenem Faden die zu DDR-Zeiten argwöhnisch beobachtete dortige kirchliche Krankenpflegeausbildung hing, als es um unrühmliche Verstrickungen des Stiftes mit der Nazidiktatur ging oder welchem glücklichen Zufall es zu verdanken war, daß das Schwesternwohnhaus nach vielen vergeblichen Anläufen doch endlich gebaut werden konnte.</p>
<p align="JUSTIFY"><a href="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/Plsen-2011-A-von-Bernd.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-521" title="Plsen 2011 A von Bernd" src="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/Plsen-2011-A-von-Bernd-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Das Wochenende <a title="Waidhaus/Pilsen 13.05.-15.05.2011" href="http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/05/waidhauspilsen-13-05-15-05-2011/"><strong>„TempoRausch &amp; SeelenHeil“</strong> im oberpfälzischen Waidhaus</a> beinhaltete als Höhepunkt ein erstmals grenzüberschreitendes Erlebnis: Unser Konvent unternahm am Samstag eine Exkursion zur ersten Autobahnkapelle im Tschechischen Plsen. Das Studium zu den Reise- und Weggeschichten des Täufers Johannes (Ltg. A. Beck) und die Sext litten unter der enormen Lautstärke des auf der Autobahn vorbeiflutenden LKW-Verkehrs (dort kein Wochenendfahrverbot!). Nachmittags wurden wir von einer Vertreterin der „Koinonia Jan Krititel“ begrüßt und besuchten zunächst diese christliche Gemeinschaft, die ein leerstehendes Pfarrhaus bezogen hat, auf dem Pfarrgelände eine geistliche Begegnungsstätte betreibt und mühevoll die Kirche saniert. Wir erfuhren viel von den schier unglaublichen Schwierigkeiten des Christseins in Tschechien, aber auch von der Hoffnung und dem Engagement für ihr Projekt, das u. a. die „Autobahnkapelle der Versöhnung“ trägt. Anschliessend begleitete uns Dompfr. Mons. Emil Soukup durch den Nachmittag. Nach einer Domführung begleitete er uns zum „Meditationsgarten“ mit der Maximilian-Kolbe-Kapelle. Dahinter verbarg sich für uns eine aussergewöhnlich aufwühlende Begegnung: Auf dem Hintergrund der Symbolik des Kreuzweges Christi entstand hier ein <a href="http://aplikace.plzen.eu/virtualniprohlidky/czech/quick50/d1310.html">„Denkmal für die Opfer des Bösen“</a> im unmittelbaren Gedenken an politisch Gefangene und Gefolterte des früheren kommunistischen Regimes und aller anderer Gewaltherrschaft. Das unmittelbare Erleben des <a href="http://ask-enrico.com/cms/index.php/kultur-in-tschechien/pilsen?start=12">Denkmalgartens</a> mit seinen konkreten persönlichen Geschichten war sehr eindrücklich. Einen Besuch kann ich empfehlen; im Internet gibt es &#8211; u. a. bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luboš_Hruška">Wikipedia</a> &#8211; vertiefende Informationen. Bevor wir wieder nach Waidhaus aufbrachen, feierten wir noch in Anwesenheit des ev. Pfarrers für die AB-Kapelle, Karel Simr, dort die Vesper. Der LKW-Verkehr war um diese Zeit glücklicherweise abgeflaut … &#8211; übervoll mit Eindrücken, nachdenklich und müde begaben wir uns auf den Heimweg.</p>
<p style="text-align: justify;">Durch unser <strong>Dresdener Kirchentagsprojekt „Du erfreust mein Herz …“</strong> erfuhren wohl alle Mitwirkenden viel Freude. Die Besucherinnen und Besucher beider Veranstaltungen, einer davon überfüllt, vermutlich überwiegend auch. Die Rückmeldungen waren entsprechend und noch zum Abschlussgottesdienst auf den Elbwiesen wurde ich mit fröhlichem Dank darauf angesprochen. Diesen Dank reiche ich gern weiter an alle Beteiligten, zumal wir uns danach nicht mehr trafen und auch vorher schon einige eilig aufbrachen. Unser Ziel, etwas von dem zu vermitteln, was unser eigenes Herz erfreut, haben wir wohl auch mit diesem Projekt erreichen können. Im engsten Kreis des Vorbereitungsteams spürten wir allerdings auch immer wieder eine unser Herz beschwerende tiefe innere Zerrissenheit, wenn es um Alleinvertretungsansprüche hinsichtlich der Bewertung und des Umgangs mit unserem Buchholzschen Erbe ging. Ich mag das hier nicht vertiefen, aber schon meinen Eindruck sagen, daß eine öffentliche und breite Diskussion darob lange überfällig ist. Eine Standort- und Wegbestimmung aller, die sich diesem Erbe verpflichtet fühlen und einbringen möchten in Gegenwarts- und Zukunftsfragen und das auf der Basis unseres protestantischen Bekenntnisses vom Priestertum aller Gläubigen, auf gleicher Augenhöhe, frei und demokratisch im Sinne paulinischen Gemeindeverständnisses.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ausblick</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die <strong>Herbstfastenwoche</strong> Mitte November ist inzwischen restlos ausgebucht, sogar einige Aussenquartiere mußten wir hinzubuchen. Doch auch unsere beliebte Fastenwoche in der Passonszeit wird es wieder geben, in gewohnt liturgischer Tradition und Fülle …</p>
<p style="text-align: justify;" align="CENTER">Auf den <strong>10. „Alpirsbacher Advent“</strong> wurde bereits eingangs hingewiesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine <strong>Weihnachtswoche im Norden</strong> wird es auch in diesem Jahr nicht geben. Ihr von uns gewolltes besonderes familienkonformes Profil bedeutet auch besonderen Vorbereitungsaufwand, den wir auch in diesem Jahr nicht stemmen können. Wir verweisen jedoch gern auf die <strong>Epiphaniaswoche</strong> der KAA vom 1. bis 6. Jan. 2012 in Heiligkreuztal (BW). Weitere Informationen bei mir oder unter <a href="http://www.kaalpirsbach.de">www.kaalpirsbach.de</a></p>
<p style="text-align: justify;">Pfarrerin Ruth Misselwitz hat für das Wochenende <strong>„Alpirsbacher Invokavit“</strong> (24. – 26. Febr. 2012) die Studienleitung zugesagt und auch Dr. Wilkens wird wieder mitwirken. Frau Misselwitz muß meinem Eindruck nach mindestens östlich der Elbe aufgrund ihres Bekanntheitsgrades nicht vorgestellt werden. Sie gründete den Friedenskreis Pankow, war eine zentrale Vertreterin der kirchlichen Friedens- und Umweltbewegung in der DDR und hat seither immer wieder durch beständig engagiertes Auftreten Fragen zu Gerechtigkeit und damit zur Schöpfungsverantwortung artikuliert. Gegenwärtig stimmen wir das Wochenendthema ab, Vorschläge liegen auf dem Tisch, Ergebnisse werden rechtzeitig vorher auf unserer Internetseite und via Mailverteiler kommunizieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Woche <strong>„Gregorianik &amp; Fasten“</strong> organisieren wir an gewohnter Stätte in der Vorkarwoche im Kloster Lehnin (Mark Brandenburg), wieder mit <strong>Sigrid Magnus</strong>, Leipzig, (Fastenleiterin Deutsche Fastenakademie, ärztl. gepr. Gesundheitsberaterin, Wellmasseurin). Aufgrund der bisher fast immer reichlichen Nachfrage empfehlen wir auch für diese Woche rechtzeitige Anmeldungen. Einige Vormerkungen gibt es schon!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„TempoRausch &amp; SeelenHeil &#8211; Gregorianik in Autobahnkirchen“</strong> wird eine Fortsetzung finden, voraussichtlich auch am traditionellen 2. Mai-Wochenende (11.-13. 5.), wobei der Ort noch nicht feststeht. Wir sind aber in Gesprächen und geben Ergebnisse zeitnah über unsere Internetseite (<a href="http://www.gregorianik-auf-usedom.de/">www.gregorianik-auf-usedom.de</a>) und per Mailversand bekannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit Bedauern sind wir wiederholt auf den Verbleib des <strong>Da-pacem-Wochenendes</strong> (Krummin/ Peenemünde) angesprochen worden. Dieses ist auch in uns nach wie vor verankert, das Interesse an dessen Weiterentwicklung vorhanden. Personelle Verände-rungen, Stellenwechsel und gesundheitliche Belange machten eine Zäsur nötig. Frau Dr. Marianne Subklew und ich suchen nach einem Rahmen, der Fortsetzungen ermöglicht und geben Konkretisierungen rechtzeitig bekannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Bitte teilen Sie mir, wenn möglich, Ihre <strong>Mailadresse</strong> mit, falls noch nicht geschehen oder sie sich geändert haben sollte. Wir versenden über diesen Weg kostensparend gern Zusatzinfos und Aktualisierungen.<br />
(b.ebener (at) web.de)</p>
<p style="text-align: justify;">Abschliessend ein großer, herzlicher Dank wiederum an alle, die uns auch im verg. Jahr großzügig unterstützten: durch Mithilfe vielfältiger Art, durch ehrenamtliche Dienste in Studium und Liturgie, durch mentale Unterstützung, Gebet, Mails, Briefe, Karten – und natürlich auch durch Geldspenden. DANKE!!!</p>
<p style="text-align: justify;">Unsere Internetseite ist Dank des Engagements von Robert Grimmell seit längerer Zeit fast immer topaktuell. Wir kommunizieren dort im Übrigen nicht nur eigene, sondern im Sinne einer bereichernden Vernetzung auch ergänzende, verwandte Angebote und Links. Mit Empfehlung also: <a href="http://www.gregorianik-auf-usedom.de/">www.gregorianik-auf-usedom.de</a></p>
<p style="text-align: justify;">Herzliche Grüße und gute Wünsche im Namen der jeweiligen Vorbereitungsteams!</p>
<p align="LEFT">Ihr / Dein / Euer</p>
<p>Bernd Ebener</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Léogâne-Haiti aktuell – Ausgabe 4</title>
		<link>http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/05/leogane-haiti-aktuell-%e2%80%93-ausgabe-4/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 13:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Grimmell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Léogâne-Haiti aktuell]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gregorianik-auf-usedom.de/?p=485</guid>
		<description><![CDATA[Die kleine „Zeitung“ mit Informationen über Haiti und unsere Arbeit in Léogâne, von Marie-Josée und Franz Groll Ausgabe 4 &#8211; 29.5.2011 Liebe Freundinnen, Freunde, Bekannte und Alle die sich für Haiti interessieren… Schon wieder sind 2 weitere, ereignisreiche Monate wie &#8230; <a class="more-link" href="http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/05/leogane-haiti-aktuell-%e2%80%93-ausgabe-4/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Die kleine „Zeitung“ mit Informationen über Haiti und unsere Arbeit in Léogâne,</h2>
<p>von Marie-Josée und Franz Groll<br />
Ausgabe 4 &#8211; 29.5.2011</p>
<p>Liebe Freundinnen, Freunde, Bekannte und Alle die sich für Haiti interessieren…</p>
<p>Schon wieder sind 2 weitere, ereignisreiche Monate wie im Flug vorübergegangen.</p>
<p><strong>Beim Projekt</strong> ging es bei den Bauarbeiten weiter gut voran. Über das Ergebnis der Bodenuntersuchung erhielten wir schon 2 Wochen nach der Untersuchung ein positives Vorabergebnis, so dass wir ohne weitere Verzögerung am 11. April mit dem Gebäude 1 beginnen konnten. Dies hat es ermöglicht, dass wir noch einige Wochen die ganze Mannschaft von fast 70 Arbeitskräften beschäftigen konnten.</p>
<p>Im Einzelnen ist der Stand der Dinge wie folgt:</p>
<p>Beim zuerst begonnenen Gebäude 2 sind die Maurerarbeiten seit dem 2.April abgeschlossen. Die Dachkonstruktion konnten wir noch nicht ausführen, da der Container mit dem Holz noch im Zoll steckt. Z.Z. werden die Stahltüren und die Fenstergitter gefertigt.</p>
<p>Das Gebäude 3, mit dem wir am 24.Februar begonnen haben, sind die Maurerarbeiten, einschließlich dem Verputz, seit dem 30.April abgeschlossen. Auch hier warten wir sehnlichst auf die Freigabe eines weiteren Containers mit Holz aus dem Schwarzwald, damit wir auch da die Dachkonstruktion machen können.</p>
<p>Beim Gebäude 1 haben wir in den letzten 7 Wochen das Erdgeschoß gebaut und das erste Viertel der Decke ist betoniert. In diesem Teilbereich werden z.Z. die Mauern der 2. Etage errichtet. Für mehr als die Hälfte der Decke sind die Deckenelemente bereits gegossen, in der kommenden Woche werden wir für ein weiteres Stück der Decke die Elemente auflegen und den Überbeton aufbringen.<br />
Das Auflegen der Deckenelemente mit dem Bagger war sehr schwierig, da der Bagger im Gegensatz zu einem Kran keine linearen Bewegungen machen kann und die Höhe und Reichweite für die 2. Plattenreihe gerade noch ausreichend war. Mit zunehmender Routine ging es aber ganz gut. Die erste Platte wurde jedoch beschädigt, so dass wir uns entschlossen haben, sie nicht zu verwenden.</p>
<p>Die Herstellung der Deckenelemente verläuft weiterhin gut, wir haben in dieser Woche sogar an einem Tag 2 Deckenelemente gegossen. Aufgrund einer Information der Herstellerfirma des Betoniertisches haben wir es gewagt, schon nach 8 Stunden das Deckenelement abzuheben &#8211; es ging gut. Wir werden jetzt von Montag bis Freitag täglich 2 Platten herstellen und dadurch die Fertigstellung des Gebäude 1 um etwa 12 Tage beschleunigen. Dennoch bleibt die Herstellung der Deckenelemente ein Engpass, da wir ja nur einen kleinen Betoniertisch mit 5,5 m Länge haben. Wir mussten deshalb am 17. Mai 27 Arbeitskräfte darum bitten, zu pausieren.</p>
<p>Sie konnten seit Mittwoch dieser Woche wieder für ein paar Tage arbeiten, da wir mit dem Wohnhaus begonnen haben. Hier sind die Fundamente aus Natursteinmauerwerk schon fertiggestellt und die Armierung für die Beton-Streifenfundamente ist fast fertig.</p>
<p>Diese zweite „Baustelle“ konnten wir eröffnen, weil wir seit dem 23. Mai den Technischen Direktor des CCFPL bei uns haben, Bauingenieur Kesnel Paris aus Jérémie. Er ist der Sohn von Boss „Blanc“ und der Neffe von Boss Bergmann. Mit diesen beiden habe ich in Jèrémie alle Gebäude errichtet und Boss Bergmann ist hier in Léogâne der „Kappo“. Kesnel ist voller Tatendrang und packt auch selbst zu, auf dem Bild schüttet er gerade einen Eimer Zement in den Betonmischer.</p>
<p>Am 1. Mai haben wir die Fertigdeckentechnik mit einem kleinen Deckenelement mit einer Länge von 1,8 m und einer Breite von 0,6 m bei der traditionellen Ausstellung in Jacmel präsentiert. Das Interesse war sehr hoch, es waren fast dauernd 6 bis 10 Personen an der Platte und ließen sich die Technik von unseren Herren Bergmann und Wilson erklären. Möglicherweise gibt es schon bald einen ersten Auftrag durch das schweizerische Rote Kreuz, sie benötigen Betonplatten für den Bau von Latrinen.</p>
<p><strong>Bei der Gründung der Association (Verein) MARK</strong> (<em>Men ansanm pou rekonstwi kay</em>; das heißt: Hände zusammen für den Wiederaufbau der Häuser) gibt es ebenfalls Fortschritte.</p>
<p>Am 15.5.2011 wurde die Association gegründet. Anfang Februar hatte ich hierzu einen Denkanstoß gegeben. Eine Arbeitsgruppe von etwa 14 Personen hat in 7 Sitzungen die Zielsetzung, den Namen  und eine Satzung erarbeitet. Danach wurden für die Gründung der Association weitere Familien und Alleinstehende angesprochen. Bei der Vorstellung der Association am 8.5. waren 86 Personen anwesend. Am 15.5. kamen 156 Personen zur Gründung der Association. Es wurden zunächst noch einmal die Ziele der Association und die Satzung vorgestellt. Nach einigen Rückfragen wurde die Satzung in der vorliegenden Form angenommen. Danach fanden die Wahlen des Comité de Gestion (Vorstand) statt. Es wurden durchweg sehr gute Kandidaten und eine Kandidatin gewählt.<br />
Ziel der Mitglieder ist es, ihre Häuser in den nächsten 3 bis 4 Jahren selbst gemeinsam zu errichten. Da sie aber kein Geld haben, um die Baumaterialien zu kaufen, wird die Association bei internationalen Hilfsorganisationen die Finanzierung der Baustoffe anfragen.<br />
Es sollen jetzt die Materialkosten für ein Haus mit etwa 50 m² Wohnfläche ermittelt und dann die Finanzierung beantragt werden. Bis jetzt liegen 3 Grundrissvorschläge vor. Für einen habe ich heute die Materialkosten berechnet. Es werden etwa 6500 € pro Haus benötigt.</p>
<p>Wenn alle etwa 250 000 zerstörten Häuser (inoffizieller Schätzwert) so bezuschusst würden, wären etwa 1,6 Mrd € erforderlich. Das ist weit weniger, als bisher veranschlagt wurde. Wir sind zuversichtlich, dass das Projekt von namhaften Organisationen unterstützt wird.<br />
Zum Schluss gibt es wie immer auch ein paar private Nachrichten:</p>
<p>Die Familie Groll hat in Léogâne Zuwachs bekommen – Michael ist am 29.April zu uns gestoßen. Er wird dafür sorgen, dass von Anfang an die Ausbildung der Schreiner und die Produktion der Türen einen hohen Qualitätsstandard erreichen.</p>
<p>Nebenbei bemüht er sich auch den Haitianern mehr Umweltbewusstsein beizubringen. Wir trennen jetzt den Müll (Biomüll wird kompostiert, Metall gesammelt und Papier und Plastik vorläufig noch verbrannt) und es werden die Batterien gesammelt, die bis jetzt einfach weggeworfen wurden.</p>
<p>Marie-Josée ist auch wieder da, sie war vom 1. April bis Ostern bei ihrer Schwester, da ihr Mann plötzlich und unerwartet an einem Herzversagen verstorben ist. Auch ich war bei der Beerdigung, bin aber am 3. April gleich wieder zurückgeflogen.</p>
<p>Marie-Josée wird in den nächsten Tagen mit einem Alphabetisierungskurs für Frauen beginnen, 20 Frauen haben dafür Interesse bekundet.</p>
<p>Und nun noch eine etwas ungewöhnliche Geschichte:</p>
<p>Für das Auflegen der Deckenelemente für den Balkon (Zugang zu den Räumen im Obergeschoß) und für die 2. Reihe der Deckenelemente müssen wir mit dem Bagger über das Nachbargrundstück fahren. Das erschien als problemlos, da das Nachbargrundstück seit 2 Jahren brach lag. Vor 4 Wochen wurde es aber umgepflügt und mit Mais, Bohnen und Zuckerrohr angebaut. Etwa ein Duzend unserer Bauarbeiter haben auf dem sehr großen Grundstück von etwa 1,5 ha als Unterpächter ein Stück bepflanzt.<br />
Der Grundstücksbesitzer und der Pächter haben uns erlaubt, auf den ersten 3 m direkt an der Grundstücksgrenze entlang mit dem Bagger hereinzufahren. Zunächst hat er dafür nicht einmal etwas verlangt, obwohl dadurch etwa 3 ar nicht bepflanzt werden können.<br />
Nun hat der Besitzer ausrichten lassen, dass er doch gerne eine Entschädigung hätte, hat aber keinen Preis genannt, ich solle ihm sagen, was es mir wert sei. Ich bot ihm 5 000 Gourdes an, was knapp 100 € sind.<br />
Am nächsten Tag kam der Pächter und sagte, 5 000 Grds sei zu viel, der Besitzer sei mit weniger zufrieden und nannte einen Betrag von etwa 60 €.</p>
<p>Jetzt versteht ihr bestimmt, warum wir uns hier wohl fühlen, obwohl es natürlich auch weniger angenehme Dinge gibt, jetzt vor allem die steigenden Temperaturen und die erhöhte Luftfeuchtigkeit. Die Dankbarkeit der Menschen lässt uns das weniger Angenehme vergessen und gibt uns die Kraft, die wir für diese Aufgabe benötigen.</p>
<p>Ganz herzlich bedanken möchten wir uns auch für die schriftlichen Grüße von euch aus der Heimat. Wenn mal eine Antwort etwas länger dauert, oder vielleicht mal gar nicht kommt, dann bitten wir dies zu entschuldigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit ganz herzlichen Grüßen und großem Dank an alle</p>
<p>Marie-Josée, Michael und Franz</p>
<div id="attachment_488" class="wp-caption alignright" style="width: 650px"><a href="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/leo1.jpg"><img class="size-large wp-image-488" title="Leogane4-1" src="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/leo1-1024x768.jpg" alt="Der Technische Direktor des CCFPL in Aktion, am späten Abend wurde das 2. Deckenelement des Tages gegossen." width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Der Technische Direktor des CCFPL in Aktion, am späten Abend wurde das 2. Deckenelement des Tages gegossen.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_489" class="wp-caption alignright" style="width: 650px"><a href="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/leo2.jpg"><img class="size-large wp-image-489 " title="Leogane4-2" src="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/leo2-1024x768.jpg" alt="Die 3 Gebäude: rechts das Gebäude 1, in der Mitte das Geb. 2 und links das Geb. 3" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Die 3 Gebäude: rechts das Gebäude 1, in der Mitte das Geb. 2 und links das Geb. 3</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Waidhaus/Pilsen 13.05.-15.05.2011</title>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2011 08:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Grimmell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Temporausch & Seelenheil]]></category>

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		<description><![CDATA[An dieser Stelle finden Sie in Zukunft einen Bericht des Wochenendes 13.05.-15.05.2011, wo das Projekt &#8220;Temporausch &#38; Seelenheil &#8211; Gregorianik in Autobahnkirchen&#8221; in Waidhaus und Pilsen fortgeführt wurde. Hier zunächst ein Zeitungsbericht sowie einige Fotos:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An dieser Stelle finden Sie in Zukunft einen Bericht des Wochenendes 13.05.-15.05.2011, wo das Projekt &#8220;Temporausch &amp; Seelenheil &#8211; Gregorianik in Autobahnkirchen&#8221; in Waidhaus und Pilsen fortgeführt wurde.</p>
<p>Hier zunächst ein Zeitungsbericht sowie einige Fotos:</p>

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<div id="attachment_473" class="wp-caption alignright" style="width: 650px"><a href="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/Waidhaus-2011-05-17-Pressebericht.jpg"><img class="size-large wp-image-473" title="Waidhaus 2011-05-17 Pressebericht" src="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/Waidhaus-2011-05-17-Pressebericht-1024x636.jpg" alt="Pressebericht des Oberpfälzischen Kuriers aus Weiden vom 17.05.2011" width="640" height="397" /></a><p class="wp-caption-text">Pressebericht des Oberpfälzischen Kuriers aus Weiden vom 17.05.2011</p></div>
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		<title>Léogâne-Haiti aktuell – Ausgabe 3</title>
		<link>http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/03/leogane-haiti-aktuell-%e2%80%93-ausgabe-3/</link>
		<comments>http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/03/leogane-haiti-aktuell-%e2%80%93-ausgabe-3/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 20:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Grimmell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Léogâne-Haiti aktuell]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gregorianik-auf-usedom.de/?p=458</guid>
		<description><![CDATA[Die kleine „Zeitung“ mit Informationen über Haiti und unsere Arbeit in Léogâne, von Marie-Josée und Franz Groll Ausgabe 3 &#8211; 27.3.2011 Liebe Freundinnen, Freunde, Bekannte und Alle die sich für Haiti interessieren… Als wir vor 11 Wochen das letzte Léogâne-Haiti &#8230; <a class="more-link" href="http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/03/leogane-haiti-aktuell-%e2%80%93-ausgabe-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --></p>
<h2>Die kleine „Zeitung“ mit Informationen über Haiti und unsere Arbeit in Léogâne,</h2>
<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } -->von Marie-Josée und Franz Groll<br />
Ausgabe 3 &#8211; 27.3.2011</p>
<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } -->Liebe Freundinnen, Freunde, Bekannte und Alle die sich für Haiti interessieren…</p>
<p>Als wir vor 11 Wochen das letzte Léogâne-Haiti aktuell geschrieben haben, hatten wir gerade mit dem Bau eines der drei Hauptgebäude des CCFPL, es ist das Gebäude 2, begonnen. Dieses Gebäude mit einer Breite von 12 m und einer Länge von 74 m beinhaltet eine große Schreinerwerkstatt mit 360 m², in der wir die Schreiner ausbilden und eine Türfabrikation betreiben wollen. Des Weiteren beherbergt das Gebäude 2 eine Bauschlosserei mit 144 m², das zentrale Lager mit 64 m², den Raum für die Stromversorgung mit 24 m², sowie die Autowerkstatt mit 240 m².<br />
Inzwischen sind bei diesem Gebäude die Maurer fast fertig.<br />
Am 24. Februar haben wir dann mit dem 2. Gebäude begonnen, es hat die Bezeichnung Gebäude 3. Auch mit diesem Gebäude sind die Maurer schon ganz schön weit. Das Fundament und die Bodenplatte sind seit einer Woche fertig und die Mauern sind schon fast ganz gemauert. Es fehlen noch die Giebelwände, etwa die Hälfte der Betonpfeiler und der größte Teil des umlaufenden Sturzes, und natürlich noch der Verputz.</p>
<p>Dieses Gebäude ist zur Hälfte für die Produktion von Hohlblocks vorgesehen, mit einem sogenannten Bodenfertiger und in der anderen Hälfte ist ein 50 m langer Betoniertisch geplant, auf dem Beton-Fertigdecken gegossen werden. Mit dieser Methode wird kein Schalmaterial verbraucht, es ist dadurch eine Hilfe, um die Abholzung des Landes zu bremsen. Den ersten Schritt für diese Deckenproduktion haben wir diese Woche getan. Um diese Technik in Haiti bekannt zu machen, haben wir im 2. Container einen „kleinen“ Betoniertisch mit einer Länge von 5,75 m mitgebracht, damit wir für die 2-geschoßigen Gebäude im Projekt schon diese Technik anwenden können &#8211; und in kleinem Umfang natürlich auch für Kunden! Diesen Betoniertisch haben wir diese Woche in Betrieb genommen, es ist alles gut verlaufen, ein Bild werden wir diesem Bericht anhängen.</p>
<p>Für die beiden Gebäude, die z.Z. im Bau sind, kommt das Holz für die Dachkonstruktion aus dem Schwarzwald. Das Holz für das Gebäude 2 ist seit Samstag in Port-au-Prince und das Holz für das Gebäude 3 wurde letzte Woche in Nagold vom Container-Team von Pro Haiti und weiteren Helfern verladen. Herzlichen Dank an alle!!!<br />
In Nagold wird z.Z. aber nicht nur der Container mit dem Holz beladen, sondern noch 2 weitere Container, davon einer wieder mit 12 m  Länge und Überhöhe. In diesem Container kommen der Gabelstapler, der Bodenfertiger mit dem die Hohlblocks produziert werden und viel gebrauchtes Gerüstmaterial. In einem weiteren Container werden die technischen Einrichtungen für eine sehr große Solaranlage verpackt. Die Solarpanel für diese Anlage werden in Paderborn von Spezialisten verladen. Über diese Solaranlage wird in den kommenden <em>Léogâne-Haiti aktuell</em> noch mehrmals berichtet werden. Heute möchten wir nur kurz erwähnen, dass diese Große und teure Anlage eine Spende der Biohausstiftung in Paderborn ist, dessen Gründer, Herr Willi Ernst, für die Montage selbst nach Léogâne kommen wird. Er wird bei diesem großen Geschenk noch vom Verein <em>Paderborn-eine Region hilft</em> finanziell unterstützt.</p>
<p>Nun wieder zurück nach Haiti. Wie wird es im Projekt weitergehen?</p>
<p>In etwa 4 Wochen werden die Maurer mit ihren Arbeiten an beiden Gebäuden fertig sein. Ideal wäre es, wenn wir schon etwas vorher mit dem Ausheben der Fundamentgräben für das Gebäude 1 beginnen könnten. Voraussetzung dazu ist, dass das Ergebnis der Bodenuntersuchung vorliegt. Die Bodenproben wurden zwar letzte Woche entnommen, es wurde aber angekündigt, dass die Analysen und die Auswertung etwa 5 bis 6 Wochen dauern werden. Wenn das so kommt, gäbe es Ende April eine Zwangspause.<br />
Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Finanzierungsvertrag mit Caritas erweitert wird, denn bis jetzt ist nur die erste Hälfte der Projektkosten bewilligt.</p>
<p>Wenn wir (erst) Anfang Mai mit dem Gebäude 1 beginnen können, werden wir mit diesem Gebäude bis zum Schuljahresbeginn im September nicht mehr fertig werden, denn es ist zweigeschossig und wesentlich arbeitsintensiver als die Gebäude 2 und 3. Dann muss ich schauen, wie wir Übergangslösungen einrichten können, damit mit den meisten der geplanten Berufe doch noch im September, spätestens im Oktober mit der Ausbildung begonnen werden kann. Wir sind zuversichtlich, dass es Lösungen geben wird.</p>
<p>Eine gute Ausbildung der Jugendlichen ist aber nur EINE Voraussetzung, damit es in Haiti aufwärts gehen kann. Wenn nicht weitere Veränderungen eingeleitet werden, könnte dieses Projekt nicht die Wirkung erzielen, die erwartet wird, denn die Jugendlichen hätten nur wenige Chancen, ihre erlernten Fähigkeiten anzuwenden.</p>
<p>Im letzten <em>Léogâne-Haiti aktuell</em> haben wir die vielfältigen Probleme in Haiti dargestellt. Wir haben vor allem erläutert, warum der Wiederaufbau noch fast gar nicht begonnen hat: Die allermeisten Familien haben kein Geld, um ihr Häuschen wieder aufzubauen, auch sie sind auf internationale Hilfe angewiesen. Um hier einen Schritt voranzukommen, haben wir bei einer Versammlung aller Bauarbeiter und Angestellten des CCFPL vorgeschlagen, eine Kooperative oder eine Association (Verein) zu gründen, mit dem Ziel, gemeinsam die eigenen Häuser aufzubauen und dafür Hilfe von internationalen Organisationen oder vom haitianischen Staat oder von Ländern, die bei der Geberkonferenz Hilfe zugesagt haben, zu beantragen.<br />
Seit 4 Wochen trifft sich jeden Sonntag eine Arbeitsgruppe, um die Gründung einer Association vorzubereiten, die 11 Männer und eine Frau werden dabei von uns beiden beraten.<br />
Der Verein wird den Namen MARK haben, diese Abkürzung steht für: <em>Men ansanm pou rekonstwi kay</em>; das heißt: Hände zusammen für den Wiederaufbau der Häuser. Nach der Ausarbeitung der Satzung werden weitere Mitglieder geworben, die Association gegründet und ein Vorstand gewählt, danach werden weitere Mitglieder aufgenommen und erste Hilfsanträge gestellt. Wenn alles gut geht, werden wir beim nächsten Léogâne-Haiti aktuell schon darüber berichten können.<br />
Es ist das Ziel, etwa 200 bis 250 Familien als Mitglieder aufzunehmen, die in den nächsten 4 bis 5 Jahren gemeinsam ihre Häuser aufbauen und dazu von internationalen Gebern Hilfe für den Kauf des Baumaterials erhalten.<br />
Wenn es so kommt, wie sich das die Arbeitsgruppe erhofft, dann könnten sich nach diesem Muster viele solche Associationen gründen und dadurch alle privaten Häuser aufgebaut werden.</p>
<p>Und nun noch ein paar allgemeine Informationen:</p>
<p>Uns geht es GUT ! Alle Bewohner freuen sich dass wir da sind und schätzen es, dadurch Arbeit bekommen zu haben (leider sind wir immer noch weit und breit die einzige Baustelle) und wir haben immer noch sechs Bauarbeiter, die täglich die mühsame Strecke von Port-au-Prince hierher fahren… Arbeit bedeutet eben für sie, die Kinder ernähren und das Schulgeld für sie bezahlen zu können…</p>
<p>UND: es ist bis jetzt – trotz allgemeiner Armut – NOCH NIE etwas gestohlen worden: kein einziges Werkzeug, nicht einmal ein einziger Zementsack (den man doch sicher gut gebrauchen könnte…), kein Bauholz, obwohl es offen da liegt.<br />
Die Nachbarn scheinen sich sogar organisiert zu haben, um zwischen 19 und 21 Uhr, immer wieder eine Wachrunde zu drehen…</p>
<p>Und als Franz seine virale Bronchitis hatte, kam regelmäßig ein altes Ehepaar mit selbstgepflückten einheimischen Tee-Kräutern und das, bis er wieder gesund war:<br />
diese „Medizin aus der Natur“, so liebevoll gesammelt, hat überraschend GUT gewirkt!</p>
<p>Also, kurzum, die Mühe hier lohnt sich auf jeden fall!!!</p>
<p>Mit lieben Grüßen und großem DANK an Jeden und an Alle die uns unterstützen &#8211; und uns immer noch weiter begleiten…</p>
<p>Marie-Josée und Franz</p>
<div id="attachment_459" class="wp-caption alignright" style="width: 650px"><a href="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/1.jpg"><img class="size-large wp-image-459" title="Leogane 3 - Bild 1" src="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/1-1024x768.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Die erste Betonfertigdecke wird abgehoben</p></div>
<div id="attachment_460" class="wp-caption alignright" style="width: 650px"><a href="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/2.jpg"><img class="size-large wp-image-460" title="Leogane 3 - Bild 2" src="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/2-1024x768.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Rechts das Gebäude 2 mit der Einfahrt zur Kfz-Werkstatt und links das Gebäude 3</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Predigt am Sonntag Invokavit &#8211; 13.03.2011 &#8211; im Rahmen des Wochenendes „Alpirsbacher Invokavit“</title>
		<link>http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/03/predigt-am-sonntag-invokavit-13-03-2011-im-rahmen-des-wochenendes-%e2%80%9ealpirsbacher-invokavit%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 20:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Grimmell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Predigten]]></category>

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		<description><![CDATA[Predigt für den Gottesdienst am Sonnag Invokavit, 13. März 2011, 10:00 Uhr, Alte Pfarrkirche „Zu den vier Evangelisten“, Berlin-Pankow im Rahmen des Wochenendes „Alpirsbacher Invokavit“ von Dr. Lorenz Wilkens, Berlin Text: Genesis 3, 1-24 Liebe Gemeinde, im dritten Kapitel der &#8230; <a class="more-link" href="http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/03/predigt-am-sonntag-invokavit-13-03-2011-im-rahmen-des-wochenendes-%e2%80%9ealpirsbacher-invokavit%e2%80%9c/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong>Predigt</strong><br />
für den Gottesdienst am Sonnag Invokavit, 13. März 2011, 10:00 Uhr,<br />
Alte Pfarrkirche „Zu den vier Evangelisten“, Berlin-Pankow<br />
im Rahmen des Wochenendes „Alpirsbacher Invokavit“</p>
<p style="text-align: center;">von Dr. Lorenz Wilkens, Berlin</p>
<p><strong>Text: Genesis 3, 1-24</strong></p>
<p>Liebe Gemeinde,</p>
<p>im dritten Kapitel der Genesis wird erzählt, wie das Leben der ersten Menschen im Paradies gestört wurde, so daß es zu ihrer Ausweisung aus dem Paradiese kam. Die christliche Tradition nennt diese Erzählung die Geschichte vom Sündenfall. Es handelt sich um die Ursünde; sie wird nach christlicher Auffassung von einer Generation zur nächsten weitergegeben – man spricht von der Erbsünde. Die Ursünde – das ist ein Akt des Ungehorsams. Der Herr hatte in die Mitte des Gartens zwei besondere Bäume gepflanzt – den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Und er hatte den Menschen verboten, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen; „denn an dem Tage, da du davon issest, wirst du gewiß sterben.“ (Gen 2, 17)</p>
<p>Wir sehen, die Geschichte von der Ursünde hat zwei Voraus-setzungen: die erste, daß der Genuß einer Frucht des verbotenen Baums den Menschen die Fähigkeit, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, d. i. das Gewissen, vermittele; die zweite, daß dieser Genuß den Tod bringe. Wenn nun in den Menschen das Nachdenken beginnt, müssen sie unweigerlich auf die Frage kommen, ob es zwischen dem Gewissen und dem Tod einen Zusammenhang gebe. Und wenn sie auf den Baum sehen, der in der Mitte des göttlichen Gartens steht, so muß er ihnen diesen Zusammenhang zwischen dem Gewissen und dem Tod bedeuten. Doch es ist für sie ein Zusammenhang zwischen zwei Unbekannten; sie haben die Erkenntnis des Guten und des Bösen nicht, und sie wissen nicht, was Sterben heißt.</p>
<p>Liebe Gemeinde, wir müssen uns an dieser Stelle fragen, was das für ein Zustand ist: Man weiß, es gibt die moralische Erkenntnis, und es gibt den Tod, denn Gott hat von beiden gesprochen. Und es besteht ein Zusammenhang zwischen beiden. Man kann offenbar eines ohne das andere nicht haben. Die Frucht des Baums ist das Symbol ihres Zusammenhangs. Es gibt beide, aber man kennt sie nicht, man weiß nicht, was sie sind. Was ist das für ein Zustand? Es gibt die Moral, aber ich weiß nicht, was das ist. Es gibt den Tod, aber ich weiß nicht, was das ist. Doch irgendwie erklärt eines das andere. Denn ich kann das eine ohne das andere nicht haben.</p>
<p>Der nächste Schritt des Nachdenkens kann sein: Das Sterben wird etwas sein, das wir fürchten müssen, etwas Schreckliches. Sonst hätte Gott es nicht als Strafe angedroht. Und andererseits muß es die Erkenntnis von Gut und Böse geben – in Gott. Gott hat sie uns voraus; sie ist göttlich. Doch wie paradox: Wenn wir sie erwerben, kommt Sterblichkeit uns zu; Gott aber ist unsterblich, obwohl er sie besitzt. So wäre unsere Sterblichkeit die Folge der Teilhabe an dem Geist des unsterblichen Gottes?</p>
<p>So weit zu den Voraussetzungen der Geschichte von der Ursünde. Und nun kommt darin zu dem Gewissen und der Sterblichkeit eine dritte Größe hinzu: das Verlangen. „Da sah die Frau, daß der Baum gut zum Essen, und daß er Reiz für die Augen und lustvoll anzusehen; so nahm sie von seiner Frucht und aß, und gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß.“ (Nach Tur-Sinai) Was ist das Verlangen? Es ist der Reiz; ich sehe eine Sache, und eine Gewalt, die mir bisher unbekannt war, zieht mich zu ihr hin. Ich will und muß die Sache haben, ich weiß nicht warum. Ich kann ohne sie nicht sein. In mein Selbstgefühl gerät ein Riß. Was ich bin, ist eindeutig und vollständig in der Sache, nach der mich verlangt. Darum ist sie so heiter und schön. Ich aber bin ein Wurm, elend, unansehnlich. Der Anblick meiner Glieder ist mir verhaßt, denn sie zeigen mir, daß ich am falschen Ort bin. Ich bin hier nicht am Platze. Ich muß fort, muß bei der begehrenswerten Sache sein, mit ihr eins werden, mit ihr verschmelzen. Zu dem Verlangen gehört existentielle Angst. Solange ich noch hier bin, ohne die Sache, nach der es mich verlangt, habe ich kein Recht zu sein. Mein Dasein verliert seine Freude und sein Recht, es ist verachtenswert. Ich hasse mein Hier und Jetzt, wenn die geliebte Sache nicht dabei ist. Nur ihr Besitz kann mir das Recht zurückgeben, überhaupt zu sein. „Mein Ruh ist hin, mein Herz ist schwer, ich finde sie nimmer und nimmermehr.“ Die Erinnerung an Gretchen verweist uns auf die Zeiten, in denen wir verliebt waren. Doch an jeglichem Verlangen ist ein sexuelles Moment.</p>
<p>Und nun kommt es zu der Erfüllung. Es gelingt mir, mich in den Besitz der geliebten Sache, des geliebten Wesens zu versetzen. Und wenn der Freudentaumel, der Rausch der Erfüllung vorbei ist, so zeigt sich, daß sie zwei Dinge mit sich bringt: das Bewußtsein der Endlichkeit, der Sterblichkeit und das moralische Bewußtsein, das Gewissen. Das Bewußtsein der Sterblichkeit ist aus der Angst entstanden, die in meinem Verlangen enthalten war, die sagte: Ich kann ohne den geliebten Gegenstand, ohne das geliebte Wesen nicht sein. Darin ist die Vorstellung meines Nicht-Seins enthalten, die Angst vor dem Tod. Und auch das Gewissen ist aus dem Verlangen entstanden: Nach der Erfüllung geht mir auf, daß ich in meinem Verlangen an nichts und niemanden gedacht habe außer der begehrten Sache. Ich wollte sie für mich allein haben, ihr Besitz sollte für mich ja die absolute Erfüllung sein. Ich habe dabei an keinen anderen Menschen gedacht und nicht die Möglichkeit erwogen, daß auch ein anderer nach ihr verlangen, und sie für ihn notwendig sein könnte. Das Verlangen hat mich zerrissen; es hat mich von mir selbst und von meiner Umgebung, meinen Mitmenschen getrennt. Es hat mich vom Allgemeinwohl getrennt und von Gott, der Macht der Gerechtigkeit, des allgemeinen Friedens. Wie soll ich dahin zurückkommen?<br />
Liebe Gemeinde, die Rückkehr zu Gott mag lange dauern; sie wird wohl das ganze Leben in Anspruch nehmen. Allein der Text sagt unmißverständlich, womit sie beginnt: bei der Scham. Sogleich nachdem Adam und Eva gegessen hatten, heißt es: „Da gingen den beiden die Augen auf, und sie erkannten, daß sie nackt waren. Und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.“ (v. 7) Die Scham – das ist die Erinnerung an den Übergriff ebenso wie die Angst vor ihm. Man schämt sich, daß man Bemächtigung und Vereinigung nicht voneinander hat unterscheiden können. Man hat nur nach sich gefragt, nicht nach anderen, nicht einmal nach dem Willen des Objekts der Begierde. Die Scham entsteht schon in der Kindheit. Es ist die Zeit, in der man den Übergriff, den selbst verübten wie den erlittenen, besonders intensiv empfindet. Schon in der Kindheit entstehen mithin beide: das Gewissen und das Bewußtsein der Sterblichkeit, der Endlichkeit. Wenn wir die Geschichte von dem Baum und der Schlange als die von der Ursünde bezeichnen, so wird sie uns mehr noch deutlich als Geschichte von der Entstehung des Bewußtseins: des moralischen Bewußtseins, des Gewissens, und des existentiellen Bewußtseins, dessen unserer Endlichkeit.</p>
<p>Von da zu der für heute letzten Frage: Wie taugt das Bewußtsein, das moralische und das existentielle, als Brücke zu Gott? Halten wir uns auch hier an unsere Geschichte. Sie endet damit, daß Gott dem Bewußtsein der Menschen die Aufgabe stellt, die entscheidenden Züge ihres Leben von ihm anzunehmen: „Zu der Frau sprach er: Mehren und mehren will ich die Schmerzen deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du gebären Kinder; und nach deinem Manne sei dein Verlangen, und er wird“ – liebe Gemeinde, jetzt folgt im hebräischen Urtext ein Wort, das nicht durch  e i n  deutsches Wort wiedergegeben werden kann &#8211; maschal; man benötigt dafür mindestens drei Wörter: ‚Er soll dir  g l e i c h e n ,  so daß er dich<br />
v e r t r e t e n  kann, und wenn dein Schmerz dich hindert, deiner selbst mächtig zu sein, soll er dich auch darin vertreten: Dann soll  e r  deiner  m ä c h t i g  sein.’ „Und zu dem Mann sprach er: „Es sei verflucht der Erdboden um deinetwillen. Mit Schmerzen sollst du davon essen all die Tage deines Lebens. […] Im Schweiße deines Angesichts sollst du Brot essen, bis du kehrst zu dem Erdboden, denn von ihm bist du genommen. Denn Staub bist du und zum Staube kehrst du.“ (Nach Zunz) Der Mensch ist der Irdische; das ist die Bedeutung des Namens Adam. Er ist von der Erde genommen. Doch der Herr hat zwischen ihn und die Erde eine Fremdheit gesetzt. Nur durch Arbeit kann der Mensch sie dazu bringen, daß sie ihn sein Leben fristen läßt. Der Schmerz der Arbeit erinnert den Mann an den Schmerz der Geburt, wenn seine Frau ihn erleiden muß, und wenn er sich an seine Mutter erinnert. Beide Geschlechter werden nicht ohne Schmerz an die Gemeinsamkeit ihres Loses erinnert. Nicht ohne Schmerz erkennen sie, daß sie einander ähnlich sind und daher einander vertreten können. Im Schmerz des anderen erkennen sie den Fingerzeig, daß sie stellvertretend für ihn die Herrschaft über ihn übernehmen müssen, doch dies soll niemals ohne das Gefühl geschehen, daß sie einander ähnlich sind. Und der Frieden zwischen den Geschlechtern, der auf der Erfahrung beruht, daß sie einander ähnlich sind und daher einander vertreten können, soll das Urbild, der Ursprung und das Maß jeglichen, auch des allgemeinen Friedens sein. Durch Frieden aber werden die Menschen lernen, Gott anzunehmen. Der Frieden wird ihnen die Erinnerung an das Paradies wiedergeben, und sie wird Seligkeit genug sein. Und somit werden sie ihre Endlichkeit annehmen. Sie sind von der Erde und müssen wieder dazu werden; sie sind dadurch für immer von Gott unterschieden. Doch auch diese Einsicht gereicht ihnen am Ende zur Seligkeit – zum Frieden mit Ihm, dem Herrn der Welt, dem Geheimnis der Wirklichkeit. Liebe Gemeinde, laßt uns diese Einsichten dem Unernst und der Gedankenlosigkeit entgegensetzen, die der ruhelose, rhythmus-lose Betrieb unserer Wirtschaft dem gesellschaftlichen Leben auferlegt. Amen.</p>
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		</item>
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		<title>Homilie am 12.03.2011 im Rahmen der Matutin des Wochenendes „Alpirsbacher Invokavit“</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 19:56:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Grimmell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Predigten]]></category>

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		<description><![CDATA[Homilie am Samstag, 12. März 2011, 7:00 Uhr, Alte Pfarrkirche „Zu den vier Evangelisten“, Berlin-Pankow im Rahmen der Matutin des Wochenendes „Alpirsbacher Invokavit“ von Dr. Lorenz Wilkens, Berlin Text: Jesaja 42, 10 – 43, 1 Liebe Schwestern und Brüder, dieser &#8230; <a class="more-link" href="http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/03/homilie-am-12-03-2011-im-rahmen-der-matutin-des-wochenendes-%e2%80%9ealpirsbacher-invokavit%e2%80%9c/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong>Homilie</strong><br />
am Samstag, 12. März 2011, 7:00 Uhr,<br />
Alte Pfarrkirche „Zu den vier Evangelisten“, Berlin-Pankow<br />
im Rahmen der Matutin des Wochenendes „Alpirsbacher Invokavit“</p>
<p style="text-align: center;">von Dr. Lorenz Wilkens, Berlin</p>
<p><strong>Text: Jesaja 42, 10 – 43, 1</strong></p>
<p>Liebe Schwestern und Brüder,</p>
<p>dieser Text stammt nicht von Jesaja, sondern von einem unbekannten Propheten. Er lebte im 6. Jahrhundert v. Chr. Geb., in der Zeit der babylonischen Gefangenschaft. Im Jahre 587 v. Chr. Geb. war das Königreich Juda von der Armee des babylonischen Königs erobert und zerstört worden. Auch der Tempel in Jerusalem war entweiht und zerstört worden, die jüdische Oberschicht ins Zweistromland verschleppt, wo sie ein entrechtetes Leben fristete. Davon singt Ps 137: „An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten. Unsere Harfen hingen wir an die Weiden, die daselbst sind. Denn dort hießen sie uns singen, die uns gefangen hielten, und in unserem Heulen fröhlich sein: ‚Singet uns ein Lied von Zion!’ Wie sollten wir des Herrn Lied singen in fremden Landen? Meine rechte Hand soll verdorren, wenn ich dein vergesse, Jerusalem.“ Und nun heißt es in unserem Text, im 42. Kapitel des Jesaja-Buches: „Singt dem Herrn ein neues Lied, seinem Ruhm vom Ende der Erde her.“ Der Prophet – man nennt ihn hilfsweise den zweiten Jesaja, Deutero-Jesaja – ist überzeugt, daß die Zeit des jüdischen Elends, des rechtlosen Exils, ihrem Ende entgegen geht. Die Rettung und Heimkehr des jüdischen Volkes steht bevor; es wird eine Rettung sein, die die ganze Welt angeht. Denn der Prophet sagt: „Singt dem Herrn ein neues Lied, seinem Ruhm vom Ende der Erde her, die ihr hinabreicht in das Meer und die ihr darin seid, ihr Inseln und ihr, die ihr auf ihnen wohnt! Die Wüste und die Städte werden einstimmen, die Gehöfte, die Kedar bewohnt (d. i. ein Stamm im Norden der arabischen Halbinsel), die Felsenbewohner werden frohlocken, laut jauchzen vom Gipfel der Berge. Dem Herrn werden sie die Ehre geben und seinen Ruhm auf den Inseln verkünden.“ Auf den Inseln – weit draußen im Meer. Man kann fragen, was die Rettung des jüdischen Volkes die ganze Welt angehe. Wie um auf diese Frage zu antworten, fährt der Prophet fort: „Der Herr zieht aus wie ein Held, wie ein Kriegsmann weckt er die Kampfeslust, stimmt den Schlachtruf an, stößt das Feldgeschrei aus, gegen seine Feinde erweist er sich als Held.“ Wir erinnern uns an das Osterlied „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“ von Paul Gerhardt. Denn dessen zweite Strophe lautet: „Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; eh ers vermeint und denket, ist Christus wieder frei und ruft Victoria! schwingt fröhlich hier und da sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält.“ Die Vorstellung des Helden ist von Gott auf seinen Christus übergegangen – und mit ihr die des göttlichen Kampfes, aber zugleich die der Befreiung des jüdischen Volkes von seinem tödlich elenden Schicksal. Christus in der Mitte zwischen dem gebundenen Volk und seinem göttlichen Befreier; in ihm kommt das Schicksal des Leidens mit der Kraft der Befreiung überein. Der Gedanke muß uns beschäftigen. Doch zunächst: Wenn Gott zum Kämpfer, zum Helden wird, so geht es wohl die ganze Welt an. Das ist der Gedanke des Propheten. Allein was heißt es – Gott kämpft, Gott ist ein Held? Auf diese Frage antwortet die folgende Schilderung des Propheten: Sie beginnt damit, daß Gott spricht, daß er sein Schweigen bricht: „Lange bin ich still gewesen, habe ich geschwiegen, habe mich zurückgehalten.“ Das Schweigen Gottes – es scheint uns nur allzu bekannt zu sein. So viel Getöse um uns her – Lärm von Produktion, Verkehr, Propaganda, Kriegslärm und Geschrei der Elenden, der Vertriebenen, Getretenen, Mißbrauchten – und Gott schweigt. Angestrengt hören wir zur anderen Seite hin – er schweigt. Warum, o Herr, wie lange noch? Was bedeutet sein Schweigen? Wir können es nicht deuten – wir können Worte deuten, nicht aber Schweigen. Es besagt – nichts. Oder ist es nur unser eigenes Verstummen, die eigene Sprachlosigkeit, die uns aus der Stille entgegenkommt? Wir können’s nicht entscheiden, aber das Elend dieser Zweideutigkeit wird, sagt der Prophet, vorübergehen, denn der Herr wird sein Schweigen brechen: „Wie die Gebärende werde ich nun schreien, werde so sehr schnauben, daß ich um Luft ringen muß.“ Das ist wahrhaftig ein durchdringender Schrei. Eben war der Herr ein Held, jetzt wird er mit einer Frau verglichen, der die Geburt eines Kindes bevorsteht. Er vergleicht sich selbst damit. Der Herr liegt in Wehen; die bevorstehende Geburt führt ihn an die Grenze seines Lebens. Wer wird sein Kind sein? Auch hier zögert der Prophet nicht mit der Antwort: „Berge und Hügel werde ich ausdörren, und all ihr Grün lasse ich vertrocknen, aus Flüssen mache ich Inseln und Schilfteiche lasse ich austrocknen. Und Blinde lasse ich einen Weg gehen, den sie nicht kannten, Pfade, die sie nicht kannten, lasse ich sie betreten, die Dunkelheit vor ihnen mache ich zu Licht, und holpriges Gelände wird flach. Dies sind die Dinge, die ich tue und von denen ich nicht lasse.“ Es handelt sich um eine Verkehrung, eine vollständige Verwandlung der Wirklichkeit. „Aus Flüssen mache ich Inseln.“ Dort, wo Versinken in der dunklen Tiefe dir drohte, kannst du plötzlich gehen, du findest Halt und klare Aussicht. „Die Dunkelheit vor ihnen – den Blinden – mache ich zu Licht.“ Liebe Schwestern und Brüder, das ist Aufklärung, plötzliche Aufklärung. Wenn du dich auf die gesellschaftliche Realität, den Ursachenzusammenhang der in ihr wirkenden Kräfte, besinnst, so mag sie dir wohl als ein mächtiger, dunkler Strom erscheinen, der dich treibt, du weißt nicht wohin, treibt, wohin du nicht willst. Und plötzlich siehst du Land – Land dort, wo vorher nur dunkle Tiefe war. In die Verworrenheit der gesellschaftlichen Verhältnisse kehrt Orientierung ein – Halt und klare Aussicht. Es folgt der Sturz der Idole, der falschen Orientierung, deren Überzeugungskraft immer Unruhe und Angst – Nervosität und Hysterie – beigemischt war, so daß du dich ihrer schämst und ihnen mißtraust, wenn du einmal ruhig erwachst: „Zurückgewichen, tief in Schande sind, die auf Standbilder vertrauen, die zu Gußbildern sagen: Ihr seid unsere Götter!“ Wenn die Flüsse in Inseln verwandelt sind, wenn dein Fuß dort Halt findet, wo du zuvor fürchtetest, er werde in  undurchdringlicher Tiefe versinken, endet der Magnetismus der Macht und ihrer Kultbilder, und du siehst, daß es dieser Magnetismus, dieser Sog war, von dem aus sich die Vorstellung der dunklen Tiefe über die ganze Gesellschaft verbreitete. Der Zustand wird vergehen, denn der Prophet fährt fort: „Die ihr taub seid, hört, und ihr Blinden, schaut her, damit ihr seht! Wer ist blind, wenn nicht mein Knecht und taub wie mein Bote, den ich sende? Wer ist blind wie Meschullam (d. i. der Torhüter am Osttor des Tempels zu Jerusalem) und blind wie der Knecht des Herrn?“ Hier schilt der Prophet die Würdenträger des jüdischen Volkes. Sie sind der Knecht des Herrn, er hat sie gesandt, doch sie sind blind, exemplarisch blind: „Wer ist blind, wenn nicht mein Knecht?“ Die Würdenträger, die Funktionäre sind in die Verworrenheit verstrickt und befangen in dem Dunkel der gesellschaftlichen Realität. „Viel zu sehen – du aber hast nie darauf geachtet. Die Ohren offen – aber nie hat er zugehört.“ (v. 20) Darnach v. 23 &#8211; 25: „Wer von euch wird darauf horchen, wird acht geben, damit er hört für die Zeit, die kommt? Wer hat Jakob der Plünderung preisgegeben und Israel denen, die Beute machen? War es nicht der Herr, gegen den wir gesündigt haben und auf dessen Wegen sie nicht gehen wollten? Da hat er Zorn ausgegossen über ihn, seine Wut, und die Gewalt des Krieges, und diese hat ihn von allen Seiten versengt, er aber hat nicht erkannt.“ Der Krieg, der das jüdische Gemeinwesen zerstört hat, war die Strafe Gottes. Aber können wir diesen Gedanken noch ertragen – der Krieg eine Strafe Gottes? Liebe Schwestern und Brüder, wir können ihn nicht ertragen, weil wir uns nicht klar machen, woraus er entsteht: der Logik des Bundes. Der Bund bindet Gott wie das Volk. Wenn eine seiner Seiten ihn bricht, ist er im ganzen gebrochen. Wenn das Volk den Bund bricht – die Rechtsordnung der Gesellschaft, die Gerechtigkeit verläßt -, so ist er im ganzen gebrochen, auch Gott kann ihn nicht halten; er erscheint nur mehr als Macht der Verwirrung und Zerstörung. Die Macht des Seins, die Gott ist, verliert ihren Halt, den Bund, und kehrt sich gegen sich selbst. Diesen Gedanken kann der Prophet – und wir mit ihm – aber nur ertragen, wenn er ihn vor den Horizont einer Erneuerung, einer Wiederherstellung des Bundes stellt: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“ (43, 1) Ihn ermutigt dazu die Nachricht oder das Gerücht, daß Kyros, der persische Großkönig, der jetzt das Zweistromland beherrscht, angekündigt hat, er werde den Juden die Rückkehr in ihr Land und die Wiederherstellung ihres Gemeinwesens gestatten; diese Ereignisse werden im Buch Esra beschrieben.</p>
<p>Liebe Schwestern und Brüder, wir kommen zum Schluß auf die Frage, was diese Begebenheiten mit Jesus und seiner Passion zu tun haben. Denn morgen soll die Passionszeit beginnen. Unsere Auslegung des 42. Kapitels des Jesaja-Buches hat das Schicksal Jesu ja berührt &#8211; als wir uns an Paul Gerhardt erinnerten, der das Bild von Gott als dem  H e l d e n  in dem Osterlied auf Christus übertrug &#8211; und mit ihr die des göttlichen Kampfes, auf Christus aber zugleich die der Befreiung des jüdischen Volkes von seinem tödlich elenden Schicksal. Christus, sagte ich, befinde sich in der Mitte zwischen dem gebundenen Volk und seinem göttlichen Befreier; in ihm komme das Schicksal des Leidens mit der Kraft der Befreiung überein. Darin liegt sein geschichtliches Geheimnis. Es gibt Zustände des Elends, der allgemeinen Entfremdung und Verfeindung, aus denen nur der herausführen kann, der das  g a n z e  Volk repräsentiert, weil er das Leiden des ganzen Volkes am Leibe trägt. Die Würdenträger, die das Volk repräsentieren sollen, versagen – seien es die politischen, seien es die religiösen. Denn sie leben und denken an dem Elend des Volkes vorbei. Sie tragen dazu bei, weil sie es nicht im Kopf haben. Und weil sie dazu beitragen, haben sie es nicht im Kopf. Zu dem allgemeinen Elend trägt die Suggestion bei, die Wirklichkeit verflüchtige sich in Angst; denn es ist keine klare Darstellung von ihr vorhanden. Die Verdrängung des Leidens und seiner Ursachen breitet sich kontagiös aus, und die Ansteckung wirkt auch auf die Leidenden. Auch sie tendieren dazu, sich an die entleerten Formen der Repräsentation zu klammern. Da kommt ein Unbefangener, der ist frei von dem Mechanismus der Verdrängung. Er ist gar nicht in der Lage, den falschen Formen der Repräsentation genehm zu sein; er bringt es nicht einmal dazu, ihren Anspruch zu empfinden. Das wird ihm als Arroganz zur Last gelegt. Er wird gehaßt. Er wird zum focus der Aggression. Er wird, wie der NS sagte, „ausgesondert“. Doch eben dadurch wird er zum Vorboten des neuen Lebens, der wiederhergestellten Gerechtigkeit, der Erneuerung des Bundes. Liebe Schwestern und Brüder, diese Gedanken führen uns zu dem Lied vom leidenden Knecht Gottes aus dem Jesaja-Buch – Is 53, Deutero-Jesaja. Wir haben im „Studium“ Gelegenheit, es näher zu erörtern. „Die Strafe liegt ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ Amen.</p>
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		<title>Alpirsbacher Advent 2010 – Kommt herzu, lasst uns frohlocken und jauchzen</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 17:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Grimmell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alpirsbacher Advent]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommt herzu, lasst uns frohlocken und jauchzen Bericht vom 10. Projektwochenende „Alpirsbacher Advent“ in der St. Petrikirche Benz / Usedom, 26.-28. November 2010 von Ali Beck, Rosenberg Nach der adventlichen Großveranstaltung mit Ostseetaufe im vergangenen Jahr war der nun tatsächlich &#8230; <a class="more-link" href="http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/01/alpirsbacher-advent-2010-kommt-herzu-lasst-uns-frohlocken-und-jauchzen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- h2 { margin-top: 0cm; margin-bottom: 0cm; }h2.western { font-family: "Times New Roman",serif; font-size: 11pt; font-weight: normal; }h2.cjk { font-family: "Arial"; font-size: 11pt; font-weight: normal; }h2.ctl { font-family: "Tahoma"; font-size: 12pt; font-weight: normal; }p { margin-bottom: 0.21cm; } --></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/Benz_sw.png"><img class="size-large wp-image-375 aligncenter" title="Benz_sw" src="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/Benz_sw-1024x777.png" alt="" width="346" height="262" /></a><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: large;"><strong>Kommt herzu, lasst uns frohlocken und jauchzen</strong></span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">Bericht vom 10. Projektwochenende </span></span><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>„Alpirsbacher Advent“</strong><br />
in der St. Petrikirche Benz / Usedom, 26.-28. November 2010</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">von Ali Beck, Rosenberg</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">Nach der adventlichen Großveranstaltung mit Ostseetaufe im vergangenen Jahr war der nun tatsächlich zehnte Alpirsbacher Advent in Benz wieder eine gewohnt ruhige und übersichtliche Veranstaltung. Der Konvent hatte die schöne Größe von einem guten Dutzend, darunter neue erfreuliche Gesichter und wie immer auch längst bekannte. Die Görlitzer waren gleich zu dritt da und aus dem süddeutschen Hohenlohe warens vier. Neu für den Konvent war auch die Besetzung aus Benz selbst: Frau Warrée, die sich sonst in der Gemeinde um alles Mögliche kümmert, hat das Erbe von unserer verdienten Frau Görne (Dresden) angetreten und uns bekocht; Nachfolgerin von Pfr. Arndt Noack, der nun emeritiert ist, ist Frau Pfarrerin Annegret Möller-Titel, die uns dann auch gleich das Studium gehalten hat. Sie hat uns zu Psalm 24 ins Gespräch gebracht. Im Studium haben wir die Lutherübersetzung gelesen, und uns im Stundengebet dann getraut, diesen Psalm als Invitatorium nach der Einheitsübersetzung zu beten, zu singen, zu feiern, ja aufzuführen. Denn Kantor Bernd Ebener hat aus verschiedenen Quellen Material zum Adventsproprium zusammengetragen: Ein gelungener Versuch. Während bei den umfangreicheren Veranstaltungen der kirchlichen Arbeit Alpirsbach die Revision der Gesänge erprobt werden kann, wurde hier bereits erprobtes Material vorgestellt. So konnte auch der nur für ganz kurze Zeit zusammengetreten Konvent einmal die Vielfalt gregorianischer Strömungen und Möglichkeiten kennenlernen, wie es sonst nur den großen Festwochen vorbehalten ist.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">Bei der Messe, eigentlich erst hinterher, mußten wir dann eine Überraschung erleben, die sich in abgemilderter Form vielleicht über die Weihnachtsfeiertage in so manchen Gemeinden wieder ereignet hat: Pfarrerin Möller-Titel, die sich für die Messe die liturgischen Aufgaben mit Homiliator und Concionator Pfarrer A. Beck (Rosenberg / Württ.) geteilt hatte, war gleich im Anschluß zu einem weiteren Gottesdienst auf der Insel aufgebrochen und kam nach einer knappen halben Stunde wieder zurück (wenn wir das gewußt hätten, hätten wir natürlich mit dem schönen Reisesegen gewartet– das Glöckchen der Gemeinde Eldena hat hervorragende Dienste geleistet, nachdem das Konventsglöckchen seit Gernrode nicht mehr so  recht hat klingeln wollen. Zum zweiten Gottesdienst von Pfarrerin Möller-Titel ist schlich keine (auch keine ganz, ganz kleine Gemeinde da gewesen. – In Greifswald und Stuttgart spricht man da vom Wachsen gegen den Trend, vielleicht reicht uns vorläufig auch ein jetzt erst recht: Kommt herzu, laßt uns dem Herrn frohlocken und jauchzen dem Hort unseres Heils! (Ps 95)</span></span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">Nachtrag: Das Dankopfer ergab 120 € und wurde vom Konvent bestimmt zur Mitfinanzierung der Restaurierung des „Benzer Sternenhimmels“, der stark durch Feuchtigkeit beschädigten Sternenbemalung der Holztonnendecke der Kirche.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;"><a href="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/Decke_Benz.jpg"><img class="alignright size-large wp-image-376" title="Decke_Benz" src="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/Decke_Benz-1024x768.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><br />
</span></span></p>
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		<title>Alpirsbacher Advent 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 19:30:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Grimmell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alpirsbacher Advent]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus dem Jahresbrief 2010: Taufen und andere Amtshandlungen besitzen im Rahmen unserer Arbeit Seltenheitswert, was sich u. a. mit deren Struktur und Projektsettings begründen lässt. Insoweit dürfte die von Emma Schomann-Boß durch Ali Beck am Samstag des „Alpirsbacher Advent“ 2009, &#8230; <a class="more-link" href="http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/01/alpirsbacher-advent-2009/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem Jahresbrief 2010:</p>
<p>Taufen und andere Amtshandlungen besitzen im Rahmen unserer Arbeit Seltenheitswert, was sich u. a. mit deren Struktur und Projektsettings begründen lässt. Insoweit dürfte die von Emma Schomann-Boß durch Ali Beck am Samstag des „Alpirsbacher Advent“ 2009, beide dabei barfüßig (Ende November!) in der offenen Ostsee stehend, am Bansiner Strand auf Usedom der größte Teil der mitfeiernden, singenden, betenden, fröstelnden, assistierenen, in dicke Mäntel eingemümmelten … Alpirsbacher Adventgemeinde, einzigartig in der bisherigen KAA-Geschichte gewesen sein, unvergessen in jedem Fall für alle, die dabei waren. Und das waren so viele wie noch nie zu einem unserer Wochenenden. Mit 35 Angemeldeten platzten wir kapazitätsmäßig aus allen Nähten. Ein Dank an alle, die das mit Fassung und Toleranz trugen, vereinzelt trifft auch das Wort „ertrugen“ den Kern. Ein bisheriger Aspekt des Adventwochenendes, das Entfliehen der vorweihnachtlichen Geschäftigkeit, dem städtischen, oft auch kirchlichen Trubel, das Suchen und Finden von Stille und guter Kommunikation in Benz, das fand 2009 jedenfalls partiell eine andere Färbung. Überraschend viele Erstteilnehmende meldeten sich frühzeitig an, langjährige Stammteilnehmende kurzfristig. Insgesamt war es ein Höhepunkt mit einzigartigen Facetten, deren eine eingangs benannt wurde. Wir sind auch dankbar dafür, dass Franz Groll ein spannendes Studium leitete („Von der Finanzkrise zur solidarischen Gesellschaft“), in dem er zentrale Thesen seiner gesellschaftspolitischen und publizistischen Arbeit erläuterte und einen Diskussionsraum eröffnete und wünschen ihm und seiner Frau, derzeit wieder auf Haiti, alles Gute für ihre segensreiche Hilfe dort wie hier. Keiner konnte zu dem Zeitpunkt ahnen, dass Haiti im Januar eine solch große Katastrophe würde erleiden müssen. Eins unserer (späteren) Dankopfer bestimmten wir denn auch für die Unterstützung ihrer beider dortigen Arbeit.</p>

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		<title>Léogâne-Haiti aktuell – Ausgabe 2</title>
		<link>http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/01/leogane-haiti-aktuell-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 19:11:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Grimmell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Léogâne-Haiti aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[Die kleine „Zeitung“ mit Informationen über Haiti und unsere Arbeit in Léogâne, von Marie-Josée und Franz Groll Ausgabe 2 &#8211; 5.1.2011 Liebe Freundinnen, Freunde, Bekannte und alle, die sich für Haiti interessieren In 7 Tagen jährt sich die schlimmste Naturkatastrophe, &#8230; <a class="more-link" href="http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/01/leogane-haiti-aktuell-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Die kleine „Zeitung“ mit Informationen über Haiti und unsere Arbeit in Léogâne,</h2>
<p>von Marie-Josée und Franz Groll<br />
Ausgabe 2 &#8211; 5.1.2011</p>
<p>Liebe Freundinnen, Freunde, Bekannte und alle, die sich für Haiti interessieren</p>
<p><strong>In 7 Tagen jährt sich die schlimmste Naturkatastrophe, die Haiti je erlebt hat und es gibt noch immer keinen Wiederaufbau.</strong> Die GTZ, CARE, das kanadische Rote Kreuz und bestimmt noch andere Organisationen bauen zwar kleine Holzhäuser auf, oft nur mit einer Zeltbahn als Wand, aber die Mehrheit der Menschen, deren Häuser zerstört wurden, lebt immer noch in Zelten.<br />
Als wir das Projekt geplant haben, dachten wir, dass das größte Problem die Verfügbarkeit von Maurern und anderen Baufachkräften sein wird, denn es sind etwa 250 000 Häuser aufzubauen. Es wurde uns auch von der Caritas bestätigt, dass sie für den Aufbau ihrer Projekte keine Fachkräfte bekommen. Wir befürchteten auch enorme Preissteigerungen für Baustahl, Zement und alle anderen Baustoffe. Das ist aber nicht das wirkliche Problem, die Preise sind fast stabil und die Fachkräfte finden keine Arbeit.</p>
<p><strong>Das größte Problem ist das mangelnde Geld, das für den Wiederaufbau benötigt wird.</strong><br />
Und das, obwohl hunderte von Millionen gespendet wurden und etwa 40 „Geberländer“ versprochen haben, jährlich eine Milliarde Dollar zur Verfügung zu stellen. Das Geld kommt bis jetzt hier, wenn überhaupt, wohl nur in sehr geringem Umfang an.</p>
<p>Das kann man sich gar nicht vorstellen: Die Gebäude eines Drittels des Landes sind zerstört oder stark beschädigt und dennoch finden nicht einmal die Maurer eine Arbeit. Das Interimslager, die Unterkünfte, die Bau-Werkstatt und die Kläranlagen, die wir bis jetzt gebaut haben, wurden fast ausschließlich mit Fachkräften aus Port-au-Prince oder von dessen Vororten gebaut, sie kamen täglich mit dem Bus in das 40 km entfernte Léogâne. Warum? Weil vor allem in der Hauptstadt noch fast nichts gebaut wird, aber auch im übrigen Erdbebengebiet läuft nicht viel.</p>
<p>Die Probleme sind vielfältig und so komplex, dass auch wir, die das Land relativ gut kennen, nicht mit Sicherheit sagen können, an was es liegt. Aber das, was wir sicher erkennen, wollen wir in diesem Haiti aktuell darstellen:</p>
<p>Es ist leider nicht so wie bei uns nach dem Krieg; damals wurde mit 4 Mrd. $ unsere Wirtschaft angestoßen. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass bei uns das know how da war und die Wertschöpfung überwiegend im eigenen Land entstand. Das heißt: Durch die 4 Mrd. $ sind Arbeitsplätze entstanden, die aus den 4 Mrd. $ das XX-fache an DM für zusätzliche Investitionen erzeugt haben.  Das ist in Haiti leider nicht so.</p>
<ol>
<li>Hier ist die Produktivität der Arbeit sehr gering, es entsteht also mit jedem geschaffenen Arbeitsplatz nur eine geringe Wertschöpfung, dadurch wird durch die Arbeit auch wenig neues Kapital erzeugt.</li>
<li>Es werden fast alle industriellen Erzeugnisse importiert, auch alles, was für den Wiederaufbau benötigt wird: Baustahl, Zement, Holz, Türen, das Material für die Fenster, die Sanitärartikel (nur PVC_Rohre werden in Haiti selbst hergestellt und das Wellblech wird gewellt und verzinkt und es gibt eine Produktion von Nägeln), auch alle Werkzeuge werden importiert.</li>
</ol>
<p>Das heißt, die Gelder, die vom Ausland kommen &#8211; wenn sie dann mal kommen &#8211; fließen zum größten Teil gleich wieder ins Ausland ab und erzeugen so im Inland kein neues Kapital, mit dem wieder neue Häuser gebaut werden könnten.</p>
<p>Dazu kommt, dass die ausländische Hilfszusage noch gar nicht ankommt, weil auch die führenden Fachkräfte fehlen (Bauingenieure, Architekten), die die Projekte auf den Weg bringen können. Leider sind auch die von den ONG&#8217;s gesandten Leuten meistens ebenfalls keine Baufachleute, so dass von da auch keine Hilfe kommt. Eigentlich ist es fast zum Verzweifeln.  Mit unserem Projekt wollen wir versuchen, diese Situation auf fast allen angesprochenen Problemebenen etwas zu verbessern, natürlich nur in der unmittelbaren Umgebung von Léogâne. Mehr können wir nicht leisten.</p>
<p>Bis jetzt verharrt das Land in dem Zustand wie es bisher war, das heißt jeder versucht irgendwie jeden Tag an das nötige Kleingeld heranzukommen, oft durch einen sogenannten „petit commerce“ (also Kleinsthandel), damit er/sie etwas zum Essen kaufen und die Kinder in die Schule schicken kann, zu mehr reicht es nicht. Durch den Kleinsthandel wird aber nichts erzeugt. Eine positive Entwicklung ist nicht in Sicht.<br />
<strong>An einen Wiederaufbau ohne effektive Hilfe von außen ist da nicht zu denken!!</strong></p>
<p>Diese Hilfe muss auf allen Ebenen ansetzen:</p>
<ol>
<li>Die Regierung muss fachliche Unterstützung bekommen, dazu müssen die richtigen Fachkräfte entsandt werden, die auch wirklich eine Veränderung, eine Verbesserung bewirken können.</li>
<li>Vor allem die technische Ausbildung auf allen Bildungsebenen (Ingenieure, Facharbeiter) muss grundlegend, vor allem praxisorientiert, verändert werden und es müssen sehr viel mehr Studien- und Ausbildungsplätze angeboten werden. (Längerfristig ist das gesamte Bildungssystem zu reformieren, aber das mögliche Resultat kommt für den Wiederaufbau zu spät.)</li>
<li>Regierung und Privatleute müssen eine finanzielle Hilfe bekommen, damit sie die zerstörten Gebäude wieder errichten können.</li>
<li>Die Produktivität der Arbeit muss erheblich gesteigert werden, damit die Wertschöpfung nicht nur notdürftig fürs tägliche Überleben reicht, sondern zusätzliche Zeit und Kapital bleibt, um den Wiederaufbau zu ermöglichen.</li>
<li>Die Betriebe müssen durch Know-how-Transfer gezielt gefördert werden, damit mehr im eigenen Land für den eigenen Bedarf produziert wird. So könnte z.B. Zement wieder selbst hergestellt werden, Türen, Beschläge, Aluminiumprofile für die Fenster, Artikel des täglichen Bedarfs, wie Teigwaren, Konserven, Hygieneartikel usw.</li>
<li>Es muss aber auch die Produktivität der Landwirtschaft erhöht werden. Es müssen nicht gleich riesige Mengen sein wie bei unserer industrialisierten Landwirtschaft in Europa, das ist das andere Extrem. Als Ziel sollte die Selbstversorgung des Landes angestrebt werden, um so nach Abschluss des Wiederaufbaus annähernd an eine ausgeglichen Handelsbilanz heranzukommen.</li>
</ol>
<p>Es müssen aber auch Wege gefunden werden, die es Privatleuten ermöglicht, an Hilfsgelder für den Wiederaufbau ihrer Hütten und Häuser heranzukommen. Unsere Vorstellung ist, dass Wiederaufbau-Vereine gegründet werden, deren Mitglieder ihre Häuser, mit Unterstützung von der zugesagten Wiederaufbauhilfe, gemeinsam errichten. Es gibt dazu in Haiti schon das „Kombit-Modell“, das sind Vereine auf dem Land, deren Mitglieder miteinander die Felder bestellen. Diese Vereine könnten auch noch so etwas wie Bausparkassen einrichten.</p>
<p>Nach diesen mehr grundsätzlichen Betrachtungen, kommen jetzt Informationen über unseren Alltag, das Projekt, unsere Erlebnisse und Erfahrungen:</p>
<p>Was sich hier abspielt ist oft absolut unglaublich&#8230; Heute morgen am 6 Uhr waren schon 6 Leute vor der Tür, um nach Arbeit zu fragen&#8230; Sie kamen von Port-au-Prince und noch weiter und wollten Arbeit. Einer davon kam sogar von Aquin von der anderer Seite der Halbinsel&#8230;  Ein ganzes Volk sucht nach Arbeit, arbeitet gerne, freut sich riesig wenn ein Job endlich gefunden wird&#8230; und die (nicht) Regierung schläft weiter, kümmert sich um NICHTS, lässt dieses Potential brach liegen&#8230;<br />
Dabei sind die Straßen in einem mörderischen Zustand, eine Menge ist aufzubauen, die meisten Schulen sind kaputt etc&#8230; nicht einmal bei den Regierungsgebäuden scheint sich was zu bewegen&#8230; Der Staat &#8211; und leider auch die Kirche &#8211; stellen sich ihrer Verantwortung NICHT.<br />
Ein kleines Geschenk haben wir aber vom Staat bekommen. An Sylvester wurde der 2. Container nach einer Wartezeit von 13 Wochen nach Jérémie geliefert, ohne dass ein einziger Zöllner den Inhalt gesehen hat. Das Sigel, das von der Spedition Kussmaul in Nagold angebracht wurde, war noch unversehrt.<br />
Hier auf dem &#8220;Chantier &#8221; wird schwer geschuftet, aber ALLE sind fröhlich, weil sie nun die Hoffnung haben, Ihre Familie ernähren zu können! Vor dem Lager sammeln sich weiter Leute, weil der Lagerist dort die &#8220;Kandidaten&#8221; einschreibt mit Ihren Fähigkeiten, meistens sind es aber ungelernte Arbeitskräfte, um sie abrufen zu können je nach Bedarf.  Vorgestern haben wir angefangen das Gelände für das Gebäude N°2 abzumessen&#8230;. und haben überraschend festgestellt, das es (für das Auge nicht wahrnehmbar) ein 90 cm Gefälle hat. Aber auch dafür hat Franz schon eine Lösung gefunden, das Gebäude bekommt einen Absatz mit 40 cm Höhe… und die super-gute Unterstützung durch die Leute von Züblin wird auch nicht ausbleiben… Dieu merci!</p>
<p>Zur Unterstützung von Franz kommt am Sonntag Boss Bergmann, ein sehr guter Maurerpolier, mit dem Franz schon in Jérémie alle Projekte ausgeführt hat. Er bringt auch noch 4 sehr gute Maurer mit &#8211; am Montag wird der erste Stein der Natursteinfundamente gesetzt, die ersten Fundamentgräben wurden gestern und heute (es ist inzwischen Samstag der 8.1.) von Männern aus der Nachbarschaft schon ausgehoben. Sie haben sich riesig gefreut, endlich ein paar Gourdes zu verdienen und haben bei der Ankündigung der Höhe des Lohnes – 7 € pro Tag – mit Beifall gedankt.</p>
<p>Wir sind jetzt 3 Monate hier. In dieser Zeit sind vor allem wichtige Vorarbeiten geleistet worden. Noch vor unserer Ankunft hat Franz mit Unterstützung eines Bekannten von Frau Dr. Anke Brügmann, Jocelyn Bazile, ein Lager bauen und einen Brunnen bohren lassen. Mit Michaels Hilfe wurden 2 Holzhäuser gebaut, in denen jetzt dann 8 Fachkräfte aus Jérémie wohnen, das Interimsbüro eingerichtet wird und wir haben am 29.12. ein kleines Appartement mit 22 m² bezogen, gleichzeitig sind 2 ehemalige Mechaniker-Lehrlinge vom Centre Technique in Jérémie eingezogen, die hier bis nachts um 9:00 Uhr Gitter, Tore und Vorrichtungen schweißen. Zusätzlich ist eine Küche, ein Dusch- und Toilettenhaus und eine Werkstatt gebaut worden, dazu eine kleine 3-Kammer-Kläranlage und für die Schule wurde auch schon die große Drei-Kammer-Kläranlage gebaut.</p>
<p>Was sonst noch? Privat gibt es nichts zu berichten… Privatleben gibt es hier eigentlich nicht,<br />
man ist immer irgendwie „ auf dem Markt“, manchmal schon etwas schwierig…<br />
Aber bis jetzt geht es uns beiden gut und es ist unheimlich SCHÖN und wohltuend Eure Unterstützung &#8211; trotz Entfernung – „ hautnah“ spüren zu dürfen…<br />
Schreibt uns wenn Ihr Lust dazu habt. Es ist immer aufbauend von euch zu hören!<br />
(aber bitte per mail, denn KEIN einziger der abgesandten Briefe ist bis jetzt hier angekommen)<br />
Und wer kein Computer-Fan ist, hat sicher auch einen netten Nachbar, der den liebevoll handgeschriebenen Brief einscannen wird, um ihn an uns weiterzuleiten… aber bitte achtet darauf, das die Mail mit dem angehängten Dokument nicht mehr als 300 kB hat, sonst steigt unser Funk-Modem wegen Zeitüberschreitung aus.</p>
<p>Wir danken herzlichst für eure Anteilnahme, Unterstützung und Begleitung auf dem Weg zu einer Welt, wo es weniger Elend, Ausgeschlossene, Einsame, Hungrige nach Brot und Gemeinschaft geben soll…</p>
<p>Es grüßen Euch herzlich-zuversichtlich und bitten um Gottes Segen über Jede und Jeden von Euch während dem ganzen neuen Jahr 2011 !!!</p>
<p>Eure „ Haitianer “           Marie-Josée und Franz</p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_365" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/leogane2.jpg"><img class="size-large wp-image-365 " title="leogane2" src="http://gregorianik-auf-usedom.de/wp-content/uploads/leogane2-1024x768.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Das ist bis jetzt entstanden: Links im Bild die Werkstatt und das Lager, in der Mitte und rechts die beiden Holzhäuser. In der Mitte des linken Hauses wohnen wir, links von unserer kleinen Wohnung ist das Büro und rechts die Küche und im rechten Haus wohnen die 8 aus Jérémie. Zwischen den beiden Häusern ist das Dusch- und Toilettenhaus mit einer Zisterne unterm Dach. </p></div>
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		<title>Ein kleines Jubiläum: 5 Jahre „Gregorianik, Fasten &amp; Körperarbeit“ im Kloster Lehnin</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 11:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Grimmell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gregorianik & Fasten]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Bernd Ebener, Greifswald Zum fünften Mal (mit der Woche 2010 inzwischen zum 6. Mal) in Folge trafen sich in der Vorkarwoche Menschen vom „Ruhrpott“ bis Dresden, aus Bremen, Rostock, Hannover, Wolfsburg, Eisenach und etlichen anderen Orten im märkischen Kloster &#8230; <a class="more-link" href="http://gregorianik-auf-usedom.de/2011/01/ein-kleines-jubilaum-5-jahre-%e2%80%9egregorianik-fasten-korperarbeit%e2%80%9c-im-kloster-lehnin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Bernd Ebener, Greifswald</p>
<p>Zum fünften Mal (mit der Woche 2010 inzwischen zum 6. Mal) in Folge trafen sich in der Vorkarwoche Menschen vom „Ruhrpott“ bis Dresden, aus Bremen, Rostock, Hannover, Wolfsburg, Eisenach und etlichen anderen Orten im märkischen Kloster Lehnin, um singend, betend, und fastend dem Erinnerungsweg Christi ans Kreuz zu folgen. Danach zu schauen, was wichtig ist im Leben und was unwichtig, was unverzichtbar ist und was Ballast, loszulassen, neu zu ordnen, Impulse mitzunehmen für den Alltag. An einem Kraft spendenden Ort unter Gottes Wort, so wie es schon Zisterziensermönche um 1180 taten, als sie dort anfingen eine Klosterkirche zu bauen, zu arbeiten und zu beten, ihr Leben zu orientieren auf Wesentliches. Seit 5 Jahren nun für eine Woche im Jahr klingt es dort wieder so, wie einst von den Mönchen eingeführt. Die klassischen, benediktinischen Stundengebete Matutin, Laudes, Sext, Vesper und Complet im Gewandt des so genannten „Gregorianischen Chorals“, einer Symbiose aus biblischen Texten, Gebeten, einstimmigen, unbegleiteten Melodien und Klängen auf der Basis eines durchstrukturierten Tagesablaufes, der alles beinhaltet, was zum Leben wichtig ist und Unwichtiges weglässt. Ora et labora. Eben nicht nur Musik einer begrenzten Zeitepoche, eines bestimmten künstlerischen „Stils“, so wie „Gregorianik“ heute weithin verstanden wird, sondern ein umfassendes Lebenskonzept.</p>
<p>Die Woche hat eine Tradition aufgenommen, die es in Lehnin schon einmal in den sechziger und siebziger Jahren gab. Seinerzeit trafen sich dort vor allem jüngere Berliner Christinnen und Christen unter Leitung von Eva Pohle und Reinhard Winkelmann. Sie leisteten Erd-, Aufräum-, Feld- und Gartenarbeiten, schufen Voraussetzungen zum Bau des Schwesternhauses, leisteten Dienste im Krankenhaus und Altersheim. Sie sangen einige Stundengebete und beschäftigten sich abends mit thematischen Fragen und dem Einüben gregorianischer Musik.</p>
<p>Die Zeiten haben sich gändert, die Teilnehmerstruktur ebenfalls. Aus den damaligen „Ora et labora – Rüstwochen“ sind ab 1978 die „Gregorianischen Wochen“ erwachsen. Zunächst auch in Lehnin, ab 1980 dann hauptsächlich in Gernorde, Jerichow und Weimar. Inzwischen wirken sie mit den Wochen „Gregorianik, Fasten &amp; Körperarbeit“ wieder auf Lehnin zurück.</p>
<p>Seit 5 Jahren ist das Pater-Engler-Haus für diese Konvente ein geeignetes, liebevoll gepflegtes Quartier sowie die Kapelle „Zur Heiligen Familie“ der Platz für das tägliche Frühgebet. Seit 5 Jahren ist die Klosterkirche „St. Marien“ der Platz für alle übrigen Stundengebete und die Konventsmesse. Seit 5 Jahren sind Ort und Klostergelände, die sie umgebenden Seen und Wälder eine Labsal für Leib und Seele. Und seit 5 Jahren gibt es Menschen, die diese Arbeit liebevoll unterstützen und begleiten: Hausvater Th. Grunwald, Pfr. R. Rupprecht, Sup. U. Teichmann und andere, die im Hintergrund wirken und den Boden bereiten. Stellvertretend: Altoberin Sr. Ruth Sommermeyer. Sie hat seit den sechziger Jahren diese Arbeit gefördert und begleitet, so wie sie es heute immer noch tut. Sozusagen als nachhaltiges menschliches und geistliches Kontinuum durch Wirren und Veränderungen mehr als 40 Jahre. Danke! Etlichen Auswärtigen ist Lehnin durch diese Wochen und die menschliche Präsenz von Sr. Ruth inzwischen sehr ans Herz gewachsen und sie wünschen sich noch viele Fortsetzungen! Und mancher wünscht sich heimlich noch ein bisschen mehr regionale Resonanz. Alle Stundengebete sind öffentlich, aber auch die Gesamtteilnahme ist für jede Frau und jeden Mann möglich. Es lohnt sich!</p>
<p>Greifswald im April 2009</p>

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